Hilter Mühle

Unser wunderschöner Erdholländer
Die Hilter Mühle wurde 1818 gebaut und 1964 durch den Kreisheimatverein Aschendorf-Hümmling in Erbpacht übernommen & erstmals restauriert.
In den Jahren 2002/2003 ist sie erneut vollständig restauriert worden. Die Mühle besitzt zwei funktionstüchtige Mahlgänge und einen Pellgang.
Auf dem Hilterberg, der für emsländische Verhältnisse die beachtliche Höhe von 34 Metern erreicht, reckt sich die Hilter Mühle, ein schindelgedeckter Erdholländer mit Steert und Segelflügeln, empor.

Der Bau der Mühle kann heute noch genau datiert werden, denn auf dem Zierbrett an der unteren Vorderseite der Kappe ist deutlich die Jahreszahl 1818 erkennbar. Allerdings war dieser Erdholländer bereits die dritte Mühle, die in Hilter errichtet wurde: So stand am Ortseingang bis etwa Mitte des 17. Jahrhunderts eine Wassermühle, die schließlich aufgrund zunehmender Verlandung des Mühlenteiches einer Bockwindmühle weichen musste.

Im Zuge von Aufforstungsmaßnahmen erwies sich der Standort der Mühle aber bald als ungeeignet: Hohe Kiefernwälder hielten den Wind ab, die Flügel der Bockwindmühle konnten sich folglich nicht mehr ausreichend drehen. Nach damaligen modernsten Erkenntnissen der Mühlenbautechnik wurde daraufhin nur wenige Meter nördlich dieses Standortes ein Erdholländer errichtet, der bis heute auch „Dürkensche Mühle“ genannt wird und damit an die Familie Dürken erinnert, in deren Privatbesitz sich die Mühle seit mehreren Generationen befindet.

Bis 1948 war die Hilter Mühle in Betrieb, verfiel dann aber zusehends, bis der Heimatverein Aschendorf-Hümmling im Mai 1964 die Pacht übernahm. Noch im Oktober desselben Jahres konnte eine grundlegende Renovierung abgeschlossen werden, bei der auch die Flügel erneuert wurden.